WAS IST DOG-SCOOTING

Aktives Bewegen deines Hundes ist heute fast nicht mehr möglich oder massiv eingeschränkt. Das Dogscootern mit einem geeigneten Trottinett (Scooter) ist eine hervorragende Möglichkeit einen lauffreudigen Hund auszulasten, den von Natur aus gegebenen Laufdrang in geordneten Bahnen zu befriedigen. Es macht das Zusammenleben von Zwei- und Vierbeiner harmonischer und schweisst die Gemeinschaft von Mensch und Tier enger zusammen.
Dabei geht es nicht immer darum, dass der Hund auf Leistung ziehen muss. Auch das einfache Begleiten mit dem Scooter beim Gassi gehen, kann euch beiden Abwechslung und einen Mehrwert geben.
Welche Rassen:

Grundsätzlich kann man diesen Sport mit allen Hunden (Rassen) unternehmen, egal ob du nun einen Husky, einen Ridgeback, einen Terrier oder Mischling hast. Alle, welche sich gerne bewegen und  gesundheitlich keine Einschränkungen haben, sind dafür geeignet.


Wie wird es gemacht:
Beim Fahren mit dem Scooter werden 1-2 Hunde mittels einer Jöringleine mit integriertem Dämpfer mit dem Scooter verbunden. Gerade in Regionen wo zeitlicher Leinenzwang z.B. Brut und Setzzeit besteht, z.B. auf Wald oder Feldwegen, ist diese Sportart möglich.
Wie beginne ich:

Du kannst mit deinem Hund etwa mit 10-12 Monaten beginnen behutsam zu trainieren. Wichtig dabei ist, dies auf kurzen Distanzen zu machen, da du dabei das Umfeld gut unter Kontrolle haben kannst. Gib deiner Fellnase bevor ihr mit dem Training beginnt, immer die Möglichkeit seine Geschäfte zu verrichten. Auch nach dem Training kann es sinnvollsein dass der Hund sich nochmals frei bewegen darf.

Es muss auch beachtet werden, dass nicht jeder Hund gleich an die Aufgabe geht. Die Einen sind von Natur aus eher die Aktiven, unerschrockenen und laufen gleich gekonnt los. Die Anderen muss man langsam an diese neue Sportart heranführen.

Suche dir eine Strecke aus, welche zum Beginnen aus einer einfachen Geraden besteht und du einen klaren Start- und Zielpunkt festlegen kannst. Diese Distanz sollte nicht zu lang sein. Je kürzer die Distanz umso intensiver arbeitet der Hund. Je intensiver der Hund arbeitet, desto weniger Probleme gibt es mit Ablenkungen wie andere Hunde etc. So wird deine Fellnase behutsam an seine neue Aufgabe herangeführt. 

Was brauche ich:
Verwende für diesen Sport nur Scooter, welche dafür auch geeignet sind. Der kleine Micro-Scooter deiner Kinder ist genauso untauglich wie Produkte, welche über keine geeignete Bremsanlage verfügen. Weiter hat sich gezeigt, dass sehr viele Produkte, was Steifigkeit der Rahmen und Verarbeitungsqualität anbelangt, fürs Dogscooting nicht genügen. Weiter muss darauf geachtet werden, dass die Körperhaltung nicht zu stark nach vorne geneigt ist, damit sich der Schwerpunkt nicht zu weit vorne befindet.
Ein geeigneter Scooter hat eine gut verzögernde Bremsanlage (V-Break oder Scheibenbremse) und ein breites Trittbrett, auf welchem du entspannt und möglichst aufrecht mit beiden Füssen stehen kannst (Hobbysport). Weiter empfiehlt sich, eine Bikeantenne, welche verhindert, dass die Zugleine ins Vorderrad geraten kann. Die Zugleine muss über einen Ruckdämpfer verfügen und darf im entspannten Zustand nicht länger als 2,5m und auf Zug max. 2.8m lang sein. Die Lenkerposition muss so sein, dass du entspannt auf dem Scooter stehst.
Leider werden im Internet immer wieder normale Tretroller als Dogscooter angeboten. Diese erfüllen aber nicht die Voraussetzungen, welche für einen Dogscooter wichtig sind. Meist sind ihre Trittbretter darauf ausgelegt, möglichst ein einfaches Kicken (Pedalen) zu ermöglichen. Hierzu sind sie möglichst tief angebracht und horizontal ausgerichtet, was für einen Dogsscooter bei Hindernissen verheerend sein kann. Weiter ist die Lenkerhöhe meist sehr tief, was ein starkes nach vorne liegen beim Fahren ergibt.
Beim Dogscootern wird dein Hund im Idealfall immer gegen die Bremse arbeiten und das Kicken mit dem Fuss wird eher eine untergeordnete Rolle spielen. Deshalb darf das Trittbrett gerne etwas höher sein.
Grosse Räder geben Stabilität, auch bei höheren Geschwindigkeiten. 26" Vorderräder haben sich für die Dogscooter sehr bewährt. Nebst der Stabilität rollen sie sehr ring und haben wenig Rollwiderstand. Das grobe Profil der Reifen erhöht die Sicherheit auf losem Untergrund und wenn sie genug breite sind, eignen sie sich auch für Fahrten abseits befestigter Wege. Je breiter ein Reifen, umso mehr Grip aber auch Rollwiderstand hat er.
Scheiben oder V-Break Bremse:
Hier gehen die Meinungen stark auseinander. Da es sich aber bei diesem Bauteil um das am stärksten beanspruchte eines Dogscooter handelt, gilt es dieses genauer zu beleuchten. Natürlich kann man mit jeder Bremse einen Roller abbremsen oder das Rad blockieren. Entscheidend ist dabei mit wieviel Kraft und wie feinfühlig dies geschieht. Eine mechanische V-Break Bremse kann über den Kabelzug nur so viel Kraft übertragen, wie du im Stand bist, mit deiner Hand mittels Bremshebel zu erzeugen. Da man beim Dogscootern den Hund immer leicht gegen die Bremse arbeiten lässt, kann dies ganz schön in die Finger gehen. Hier ist eine hydraulisch unterstütze Scheibenbremse klar im Vorteil. Die hydraulische Scheibenbremse hat den Vorteil, dass sie auch bei nasser Witterung eine deutlich bessere Bremsleistung erzeugt als eine Felgenbremse (V-Break), welche bei einem Wasserfilm auf der Felge relativ schnell ihre volle Wirkung verliert. Bei der Scheibenbremse ist ein vorhandener Wasserfilm in kürzester Zeit beim Anbremsen weg. Das Hydrauliköl, welches sich in der Bremse befindet, wird durch den Bremshebel gegen die Bremsbeläge im Bremszylinder gedrückt. Dies mit einem wesentlich höheren Druck als du rein mit der Hand im Stand bist zu erzeugen. Der Unterschied innerhalb der Scheibenbremssysteme liegt im Bremsdruck, welchen sie erzeugen können. Eine gute hydraulische Scheibenbremse kann man bequem mit zwei Fingern bedienen und hat dabei die anderen Finger am Lenker. Was die Wartung anbelangt, so sind moderne Scheibenbremsen, welche mit Mineral-Öl gefüllt sind (nicht hygroskopisch) ziehen kein Wasser, was den Wartungsaufwand massiv reduziert. Eine gut eingestellte hydraulische Scheibenbremse kann über Jahre ohne Probleme funktionieren. Der Vorteil einer mechanischen V-Break Felgenbremse liegt darin, dass bei einem Problem der Besitzer sehr viel selber ohne Spezialwerkzeug reparieren kann.

 

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